Als dort noch Hochöfen standen, wo sich heute Menschen die Füße beim Einkaufen platt treten, da diente der Gasometer der Zwischenspeicherung des Gichtgases. Es entstand beim Verbrennungs- und Schmelzprozess im Hochofen und wurde von der Montanindustrie weiter genutzt.
Der größte Gasometer des Ruhrgebiets steht in Oberhausen. Nach dem Krieg wurde er völlig neu aufgebaut. Er misst rund 118 Meter in der Höhe und hat einen Durchmesser von fast 68 Metern.


Unter der 1207 Tonnen schweren Scheibe, die das Gas unter Druck hielt, ist heute eine Dauerausstellung untergebracht.


Eine Treppe ins Nichts?
Heute verbindet ein moderner Glasaufzug im Inneren des Gasometers das Erdgeschoss mit der Aussichtplattform auf 100 Meter Höhe. Früher mussten die Arbeiter mühsam die Treppe hochsteigen, die sich mehrmals um den Turm windet.

Informationen zum Gasometer unter www.gasometer.de
Grade sind mir beim Aufräumen des Archivs noch ein paar Nachtaufnahmen vom Gasometer "in die Hände gefallen"...



1 Kommentar:
Ja, und dat Louffi möchte dazu sagen: MEIN OPA hat den Gasometer nach dem Krieg wieder repariert, komplett ausgemessen, gesandstrahlt und gestrichen. (Also, im Team mit Kollegen, natürlich.)
Der Mann ist heute 89 Jahre alt, hat aber noch alle Maße des Gasometers im Kopf. (Das kann unter Umständen etwas anstrengend werden, wenn man mit ihm den Gaso besichtigen geht. Weil er das jedem erzählt, der sich nicht rechtzeitig auf einen Baum flüchtet.)
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